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Forex-Markt

Devisenmarkt

Der Devisenmarkt (Foreign Exchange Market, FX Market, Forex, Währungsmarkt) lässt sich nicht lokalisieren, weil der Devisenhandel ganz überwiegend zwischen den Marktteilnehmern direkt stattfindet und Devisenbörsen weitgehend abgeschafft wurden oder bedeutungslos geworden sind.

Der Devisenmarkt ist mit einem weltweiten Tagesumsatz von über 5 Billionen US-Dollar im Jahr 2013 der größte Finanzmarkt der Welt.

Geschichte und Akteure

Die festen Wechselkurse wurden erstmals am 30. September 1969 gelockert, am 19. März 1973 beginnt die EG mit dem gemeinsamen Block-Floating gegenüber dem US-Dollar, wodurch die bisher geltenden festen Wechselkurse zugunsten frei schwankender Wechselkurse abgelöst wurden.

Neben Kreditinstituten sind wesentliche Marktteilnehmer auf dem Devisenmarkt auch größere Industrieunternehmen, private Devisenhändler, Devisenmakler und Handelshäuser. Eine wichtige Gruppe von Akteuren auf dem Devisenmarkt sind die Zentralbanken. Diese können durch Devisenmarktinterventionen aus (wirtschafts)politischen Gründen in den Markt eingreifen, um z. B. ein Devisenmarktgleichgewicht wieder herzustellen.

Der Interbankenhandel

Der allergrößte Teil des Devisenhandels vollzieht sich außerbörslich im Interbankenhandel. Handelsmedium ist vor allem der Online-Handel über Handelsplattformen. Von den weltweit wichtigsten Handelswährungen wurde das Pfund Sterling im Jahre 1750 als erste Währung eingeführt, es folgte 1850 der Schweizer Franken, 1871 der Yen, 1875 der US-Dollar, und eine der jüngsten Währungen ist der im Jahre 2002 eingeführte Euro.

Der Handel verläuft nicht zentral über Börsen, sondern weltweit meist direkt zwischen Finanzinstituten über entsprechende Händlernetze. Zunehmend sind unter den Teilnehmern auch Konzerne, Broker und private Spekulanten. Gehandelt wird üblicherweise ausschließlich werktags (der Dollar wird an US-Feiertagen nicht gehandelt; der Euro nicht am 1. Mai) rund um die Uhr (So 23h – Fr 23h MEZ), so dass die beteiligten Investoren jederzeit auf relevante
Ereignisse reagieren können.

Wie bei jedem Rechtsgeschäft besteht auch das Devisenhandelsgeschäft aus Leistung und Gegenleistung, z. B. wird Euro gegen Dollar oder Dollar gegen Yen getauscht.

Wechselkurse und Währungspaare

Wechselkurse werden dazu meist in sogenannten Währungspaaren angegeben – diese Notation nennt man auch Preisnotierung. Die Ausgangswährung wird dabei Basiswährung (von engl. base currency) und die Zielwährung wird Quotierungswährung (von engl. quote currency) genannt.

Preisänderungen werden in Pips angegeben und die Einheit der Handelsmenge ist das Lot.

Der Devisenhandel zwischen den Banken findet in der Praxis inzwischen fast nur noch auf elektronischem Wege statt. Dabei werden innerhalb von Sekunden oft hohe Beträge zwischen den Banken gehandelt. Bei dieser Form des Devisenhandels kommt es normalerweise nicht zur Lieferung von Bargeld, es wird so gut wie ausschließlich Buchgeld übertragen.

Spekulation und Risiko

Devisentauschgeschäfte sind darüber hinaus ein Betätigungsfeld von spekulativen Privatanlegern. Ein direkter Zugang zum Interbanken-Handel und zum
Währungstermingeschäftsmarkt ist für Kleinanleger jedoch kaum möglich, da die gehandelten Volumina zu groß sind. Daher treten am Markt sogenannte "Forex-Broker" in Erscheinung, die Spekulanten über Differenzkontrakte einen indirekten Zugang zum Devisenmarkt eröffnen. Diese Broker richten sich vorrangig an sog. Daytrader, die untertägig gegen Devisenkurse spekulieren.

Über die Hälfte der Devisenhandelskonten erzielen Verluste. Wechselkurse unterliegen unvorhersehbaren Schwankungen, die, auch im Tagesverlauf, erhebliche Ausmaße annehmen können. Dieses Risiko vervielfältigt sich, wenn dabei mit Hebel gehandelt wird, um geringe Wechselkursschwankungen zu verstärken.

Die am meisten gehandelte Währungen und Währungspaare

Die international gebräuchlichen Reservewährungen USDollar, Euro, japanischer Yen und britisches Pfund sowie die Regionalwährung Australischer Dollar sind die am meisten gehandelten Währungen am Devisenmarkt. Die folgende Tabelle zeigt die 10 am häufigsten gehandelten Währungen und deren prozentualen Anteil am durchschnittlichen täglichen Umsatz.

Währungsstruktur der weltweiten Devisenumsätze nach Währungen

(Tagesdurchschnitte im April in Mrd. USD und in %)

Rang (2010) Währung Code 2001 2004 2007 2010 2013
1 US-Dollar USD 89,9 88,0 85,6 84,9 87,0
2EuroEUR37,937,437,039,133,4
3Japanischer Yen JPYYPY23,520,817,219,023,0
4Britisches PfundGBP13,016,514,912,911,8
5Australischer DollarAUD4,36,06,67,68,6
6Schweizer FrankenCHF6,06,06,86,45,2
7Kanadischer DollarCAD4,54,24,35,34,6
8Hongkong-DollarHKD2,21,82,72,41,4
9Schwedische KroneSEK2,52,22,71,91,8
10Neuseeland-DollarNZD0,61,11,91,62,0
Quelle: Wikipedia

Währungspaare

Am häufigsten gehandelt werden die Währungen der größten Wirtschaftsräume (US-Dollar, Euro, Japanischer Yen), Währungen aus Ländern mit starken Finanzplätzen (Britisches Pfund und Schweizer Franken) sowie Währungen rohstoffreicher Länder (Australischer Dollar und Kanadischer Dollar). Das höchste Handelsvolumen weist dabei das Paar EUR/USD auf (28 % aller Umsätze), gefolgt von USD/JPY (14 %) und GBP/USD (9 %).

Die folgende Tabelle zeigt die 10 am meisten gehandelten Währungspaare (jeweils April).

Währungsstruktur der weltweiten Devisenumsätze nach Währungspaaren

(Tagesdurchschnitte im April, in Mrd. USD und in %)

Rang Währung Code Mrd. $ %
1US-Dollar/Euro(USD/EUR)110128
2US-Dollar/Japanischer Yen(USD/JPY)56814
3US-Dollar/Britisches Pfund(USD/GBP)3609
4US-Dollar/Australischer Dollar(USD/AUD)2496
5US-Dollar/Kanadischer Dollar(USD/CAD)1825
6US-Dollar/Schweizer Franken(USD/CHF)1684
7Euro/Japanischer Yen(EUR/JPY)1113
8Euro/Britisches Pfund(EUR/GBP)1093
9US-Dollar/Hongkong-Dollar(USD/HKD)852
10Euro/Schweizer Franken(EUR/CHF)722
Quelle: Wikipedia

Eine globale Aufsicht über die Devisenmärkte gibt es nicht. Beaufsichtigt werden auf nationaler Ebene allenfalls einige Marktteilnehmer. Die Bankenaufsicht überwacht die Einhaltung der gesetzlichen Regelungen.